Willkommen!

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Dies ist mein Blog auf dem ich von nun an von meinen Erfahrungen aus Vietnam berichte. Enjoy!

Donnerstag, 19. Januar 2012

Hallo.
Hui, jetzt habe ich schon wieder ne ganze Weile nichts von mir hören lassen! Hier also eine schnelle Zusammenfassung der letzten Wochen, und ein paar Bilder.

Vor gut zwei Wochen habe ich für über eine Woche lang in Bach Long verweilt, um dort Englisch zu unterrichten. Dort habe ich das Ärgste des Winters mithilfe von dicker Decken und dem Vorhandensein von heißem Duschwasser gut überstanden; inzwischen ist es schon wieder wärmer. Obwohl der Winter in Vietnam zwar nicht so kalt wird wie in Deutschland  (das Kälteste waren bisher so 5 Grad), kommt es einem auch als Europäer wesentlich kälter vor als es tatsächlich ist. Das liegt zum einen daran, dass es ziemlich feucht und windig ist, zum anderen aber vor allem daran dass die Häuser nicht beheizt werden, und schlimmer noch, es eiskalt durch die undichten Fenster und Türen pfeift. Verwunderlich fand ich außerdem, dass in der Familie in Bach Long noch nicht einmal die Absicht bestand es in den Häusern überhaupt warm zu halten, und zusätzlich permanent alle Fenster und Türen geöffnet blieben.

Zurück im Nationalpark hat sich (bis jetzt) ziemliche Arbeitsarmut eingestellt. Die Parkarbeiter waren alle sehr von ihrer Arbeit eingenommen, da ja "Tet" bevorsteht, der Jahreswechsel nach Mondkalenderrechnung, aufgrund dessen die Arbeit für eine Woche still stehen wird. Marco und ich hatten also in letzter Zeit kaum die Möglichkeit hier den Staff zu unterrichten (was sich nach Tet aber wieder ändern wird), und auch sonst bot sich nicht besonders viel an Arbeit an.
Schwarzstirnlöffler!
Für 2 Tage waren dann Besucher von Birdlife Vietnam zu Gast, die wir dann begleiten konnten, unter anderem bei der Inventur der seltenen Schwarzstirnlöffler, dem Symbol des Nationalparks. Wir haben den Nationalpark also einen ganzen Tag lang nach sämtlichen Tieren dieser Art durchforstet, um letztlich auf 36 Exemplare zu kommen, die hier momentan überwintern, ein Rückgang um circa 10 Tiere im Vergleich zum Vorjahr.
Ansonsten haben wir einen spanischen Freiwilligen getroffen, mit dessen Organisation und in Kollaboration mit Birdlife wir hier Aktivitäten im Nationalpark und in der Kommune anboieten wollen, wenn am 02. Februar der "World Wetlands Day" ist.

Heute war dann eine Jahres-Abschluss"party" im Nationalpark, bevor die Arbeiter für Tet alle frei kriegen. Das hat also ein gutes Essen mit verbundenem Besäufnis bedeutet. Morgen fahre ich für 2 Tage nach Hanoi, bevor ich ab Sonntag Tet in Bach Long verbringe. Ich freue mich und bin sehr gespannt wie das so wird. Ordentlich dekoriert ist jedenfalls schon.

Anbei ein paar Bilder von der Vogelexkursion:

Die "clam huts", in denen Menschen leben um dort Muscheln zu züchten


Das Vorankommen mit dem Motorbike war aufgrund des Matsches teilweise etwas mühselig und mit reichlich
Adrenalin verbunden. Bei uns hat das zu zwei Stürzen geführt, aber nicht weiter schlimm.

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