Heute war einfach nur perfektes Wetter. Nachdem sich in den letzten Tagen der vietnamesische Winter mit monsunartigen Regenfällen und ungemütlichen Winden angemeldet hat, war heute plötzlich ein Tag Pause. Die Sonne schien als hätte sie vom Wintereinzug nichts mitbekommen, die Wolken hatten sich verzogen, und was blieb war eine herrlich klare, kühle Luft. Da kommt spätestens beim Fußballspiel gute Laune auf und lässt einen alle Sorgen vergessen.
Noch bis vor wenigen Tagen hingegen war die Luft erfüllt von dickem Rauch und einem beißenden Geruch, ausgelöst durch die allgegenwärtig schwelenden Heuhaufen, Überbleibsel der Reisernte. Die Reisernte war sehr plötzlich gekommen, und bereits nach wenigen Tagen wieder beendet. Nach Wiederankunft im Nationalpark (vom Teafestival) waren plötzlich gigantische Felder vollkommen abgemäht, und an den Straßen stapelten sich riesige Berge von Reisähren.
Insofern war der plötzlich einsetzende, alles überflutende Regen, eine willkommene Ablösung.
Wie gesagt, heute hat es dann aufgehört zu regnen und die Luft ist einfach nur toll. Bei gefühlten 12 Grad werden nun überall die Winterklamotten herausgekramt, und sich bereits dick eingepackt; sollte der Winter hier so bleiben wäre ich damit sehr zufrieden.
Lehrerdasein
Die letzten drei Wochen habe ich größtenteils mit Unterrichten in Bach Long (siehe Blogeintrag vom 31.10) verbracht. Ich bin jede dieser drei Wochen ungefähr fünf Tage in Bach Long geblieben, wobei beim letzten Mal auch Marco mitgekommen ist, sodass wir uns in Zukunft auch mal abwechseln können. Am Wochenende bin ich jeweils in den Nationalpark zurückgekehrt, so auch heute. Nach Bach Long bin ich ursprünglich gekommen um dort zwei verschiedene 10. Klassen (jeweils im Schnitt ca 20 Schüler) zu unterrichten. Da dieser Unterricht jedoch nur an manchen Tagen stattfinden kann, hat sich schnell ein täglicher "Nachhilfeunterricht" etabliert, der jeden Abend im Haus der Gastfamilie stattfindet, in dem ich untergebracht bin. An diesem Unterricht haben beim ersten Mal 5 Schüler teilgenommen, aber schon innerhalb weniger Tage wurden es immer mehr, sodass im Dachgeschoss eine Art Mini-Klassenraum mit einer Tafel eingerichtet worden ist, in dem ich jeden Abend von 5 bis 7 Uhr unterrichte (vorausgesetzt ich befinde mich in Bach Long).
Überrascht war ich als an einem dieser Abende 25(!) Schüler kamen, die sich dann alle in diesen winzigen Raum quetschen mussten. Die Ironie dabei war, dass am selben Tag zu dem eigentlichen Unterricht am vormittag nur knapp über 10 Leute kamen.
Dass mal mehr und mal weniger Schüler kommen, ist eins meiner Hauptprobleme einen effektiven Englischunterricht zu gestalten. Diese Tatsache, dass immer andere Schüler anwesend sind, macht es sehr schwierig eine ganze Unterrichtseinheit zu planen, bei der auf vorige Stunden aufgebaut werden kann. (Gleiches gilt übrigens auch für den Unterricht mit dem Staff.) Außerdem kommen Schüler ganz verschiedenen Alters: von Klasse 7 bis Klasse 12 ist alles dabei. Ein weiteres Problem ist die Sprech- und Schreibfaulheit der Schüler. Da sie zumindest am Abendunterricht freiwillig teilnehmen, ist die Bereitschaft sich selbst zu betätigen eher gering, und erwarten stattdessen durch 2 Stunden Frontalunterricht Englisch beigebracht zu bekommen, was natürlich unrealistisch ist.
Trotz allem bin ich optimistisch, zumindest in gewissem Maße weiterhelfen zu können. Im Mittel kommen so circa 10-15 Schüler, wobei zwei davon ja meine Gastgeschwister sind und es gibt einen festen Kern von Schülern die fast jedes Mal kommen und motiviert sind, worauf man gut aufbauen kann.
Ein paar Schüler haben mir an einem gewissen vietnamesischen Feiertag auch eine besondere Freude bereitet. Sie haben mir Kuchen gebacken und alle möglichen Snacks, sowie einen Plastikblumenstrauß und eine Dankeskarte mitgebracht. Aus den gebackenen Kuchenstückchen, die alle einen Buchstaben darstellten, sollte ich sinnvolle Wörter bilden. Nach einigem Knobeln bin ich auch darauf gekommen: "Happy Teachers Day!" Ein echt netter Feiertag, wie ich finde. Zumindest sobald man selber Lehrer ist. Den restlichen Unterricht haben wir dann mit so lustigen Spielen wie blinde Kuh verbracht, zu dem ich mich dann auch hab breitsschlagen lassen, und haben Karten gespielt, was mir dann eher entsprach.
Lehrerdasein
Die letzten drei Wochen habe ich größtenteils mit Unterrichten in Bach Long (siehe Blogeintrag vom 31.10) verbracht. Ich bin jede dieser drei Wochen ungefähr fünf Tage in Bach Long geblieben, wobei beim letzten Mal auch Marco mitgekommen ist, sodass wir uns in Zukunft auch mal abwechseln können. Am Wochenende bin ich jeweils in den Nationalpark zurückgekehrt, so auch heute. Nach Bach Long bin ich ursprünglich gekommen um dort zwei verschiedene 10. Klassen (jeweils im Schnitt ca 20 Schüler) zu unterrichten. Da dieser Unterricht jedoch nur an manchen Tagen stattfinden kann, hat sich schnell ein täglicher "Nachhilfeunterricht" etabliert, der jeden Abend im Haus der Gastfamilie stattfindet, in dem ich untergebracht bin. An diesem Unterricht haben beim ersten Mal 5 Schüler teilgenommen, aber schon innerhalb weniger Tage wurden es immer mehr, sodass im Dachgeschoss eine Art Mini-Klassenraum mit einer Tafel eingerichtet worden ist, in dem ich jeden Abend von 5 bis 7 Uhr unterrichte (vorausgesetzt ich befinde mich in Bach Long).
Überrascht war ich als an einem dieser Abende 25(!) Schüler kamen, die sich dann alle in diesen winzigen Raum quetschen mussten. Die Ironie dabei war, dass am selben Tag zu dem eigentlichen Unterricht am vormittag nur knapp über 10 Leute kamen.
Trotz allem bin ich optimistisch, zumindest in gewissem Maße weiterhelfen zu können. Im Mittel kommen so circa 10-15 Schüler, wobei zwei davon ja meine Gastgeschwister sind und es gibt einen festen Kern von Schülern die fast jedes Mal kommen und motiviert sind, worauf man gut aufbauen kann.
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