Willkommen!

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Dies ist mein Blog auf dem ich von nun an von meinen Erfahrungen aus Vietnam berichte. Enjoy!

Dienstag, 25. Oktober 2011

Kurzurlaub
Gestern bin ich nach einem ziemlich guten Wochenende in Hanoi wieder im Xuan Thuy Nationalpark angekommen. Marco und ich sind bereits am Donnerstag nach Hanoi gefahren, da wir keinen Unterricht mehr zu absolvieren hatten. Weil der Unterricht in Ngo Dong, der eigentlich jeden Sonntag stattfindet, auch noch abgesagt wurde, konnten wir noch einen Tag länger in Hanoi bleiben, sodass ich sozusagen 4 Tage Kurzurlaub hinter mir habe.
Sehr lecker!
Als wir am Donnerstag Abend im Freiwilligenhaus angekommen sind, hat uns Meo (siehe Blogeintrag vom 22.09.) empfangen, da er im Freiwilligenhaus lebt. Wir haben dann toll gegessen, in einem Restaurant in dem man sich das Fleisch und Gemüse selbst mit Öl und Magarine brät/frittiert, was einen ganz tollen Geschmack hat. Anschließend haben wir Whiskey und leckere Cocktails am sogenannten Westlake getrunken.


Blick auf den Westlake, links zwei Angler

Whiskey on the Rocks









Den Freitag habe ich für eine ausgiebige Shoppingtour in einem etwas überteuerten – da nach westlichem Vorbild strukturierten - Einkaufszentrum genutzt. Dort habe ich seit über einem Monat mal wieder westliche Kost genossen, und zwar bin ich bei KFC eingekehrt. Und das war toll. Überraschend übrigens: KFC ist die einzige Fastfoodkette die ich in Hanoi gesehen habe. Es gibt in Hanoi auch keinen Mc Donalds!
Am Freitag sind im Laufe des Tages viele weitere Freiwillige eingetrudelt, da für Samstag ein Treffen mit der Koordinatorin Hieu von SJ Vietnam anstand, sodass schließlich 19 Leute bei 18 Bettplätzen in 3 Zimmern platz finden mussten. Es war schön sich abends mit den anderen Freiwilligen über das Land austauschen zu können, und bekannte Gesichter (die zwei deutschen Freiwilligen Amrei und Anh, hatten wir ja bereits auf dem Vorbereitungsseminar in Bonn kennengelernt) wieder zu sehen.

Vietnamesischer Warentransport
Blick von der Wohnung
Samstag vormittags sind Marco und ich, zusammen mit Anh (die vietnamesische Vorfahren hat) zum Essen von ihrer Tante und ihrem Onkel eingeladen worden, die in Hanoi wohnen. Diese leben in recht wohlhabenden Verhältnissen im 25. Stock eines Wolkenkratzers, mit einem atemberaubenden Blick. Das Essen war vielfältig und gut;       außerdem gab es Heineken.


Die Projektbesprechungen am Samstag verliefen dann mehr oder weniger interessant, eher weniger. Gegen das Kennenlernspiel wurde erfolgreich Protest eingelegt, da sich sowieso alle bereits miteinander bekannt gemacht hatten. Anschließend sollte jeder seine Probleme zu seiner Projektarbeit auf einen Zettel schreiben, um diese danach mit Hieu zu besprechen. Und abgesehen von Marco und mir hatte eingentlich jeder – teilweise sogar ziemlich große – Probleme. Nachdem sich zwei Französinnen im Gespräch mit Hieu ziemlich über die Arbeit von SJ Vietnam ausgelassen haben (wenn auch in einem sehr harschen Tonfall), ist Hieu abgehauen, laut eigener Aussage da sie Gäste hat. 


Marco und ich hatten bei der
Besprechung nichts zu tun.
Ich habe an dem Wochenende ziemlich viele Storys über SJ Vietnam in Erfahrung bringen können, und scheinbar bestehen enorme Strukturprobleme innerhalb der Organisation, was sich negativ auf die Betreuung der einzelnen Projekte auswirkt. Zum Glück sind Marco und ich ganz zufrieden im Nationalpark; unsere Projektarbeit entspricht zwar nicht zu Hundert Prozent der Beschreibung, da wir im Prinzip ausschließlich unterrichten statt im Nationalpark zu arbeiten, aber wir haben uns damit sehr gut arrangiert, und haben ja noch 10 Monate Zeit um noch die ein oder andere Nationalparkbezogene Arbeit zu verrichten.
Amrei und Anh haben es nicht so gut erwischt; sie sind nun quasi seit 5 Wochen ohne Arbeit, nachdem sie nicht wie geplant ins SOS Kinderdorf kommen konnten, und es herrscht generelle Unklarheit über deren Projektzugehörigkeit, wobei SJ Vietnam auch keine große Hilfe ist.


Ein Ergebnis der Projektbesprechungen jedenfalls war, dass Camille, die vor 2 Wochen in unser Projekt gekommen ist und eigentlich 2 Monate bleiben sollte, uns in wenigen Tagen wieder verlassen wird und in ein anderes Projekt nach Hanoi wechselt. Das kommentier ich jetzt nicht.

Am Samstag abend stand nach den Gesprächen ein Cookout an, bei dem jeder seiner Nationalität entsprechend kochen sollte. Marco und ich haben Schnitzel gemacht (Paniermehl aus getrockneten Baguettes mühevoll mit einem Sieb gerieben), was meiner Meinung nach die beste Speise des Abends war, ohne mir jetzt irgendwas anmaßen zu wollen, ist ja klar.
2 Deutsche haben außerdem ganz passable Bowle gemacht, und nach einem lustigen Trinkspiel gings zu einer Disco, dem „Dragonfly“ vermeintlich einer der besten Hanois´. Ich habe dann noch mein Handy verloren, aber das ist ja nichts neues. Der Abend war trotzdem Klasse und sehr ausgelassen.



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